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11. September 2002
Der Markt für Mobiltelefone und Funkeinrichtungen
ist weiterhin im Aufschwung: In den vergangenen fünf Jahren
hat sich die Anzahlder Basisstationen verdreifacht, die Anzahl
der Nutzer mit einem Anstieg auf 781 Millionen im Jahr 2001
sogar mehr als verfünffacht. Für die nächsten
fünf Jahre ist eine Fortsetzung dieses Trends zu erwarten.
Doch mit der steigenden Zahl der Basisstationen wird es immer
schwieriger, den reibungslosen Betrieb von Mobilfunknetzen sicherzustellen.
Mit dem Remote Monitoring System (RMS) von
Agilent Technologies können Wartungstechniker problemlos
den Zustand des Netzwerkes überprüfen - direkt über
den Internet-Browser. Neben diesem Internetwerkzeug arbeitet
die neue Überwachungslösung für Funknetze mit
einer so genannten DMC-Software (Distributed Measurement and
Control), die in den Agilent Laboratories entwickelt worden
ist.
Damit kann beispielsweise ein Wartungstechniker
eines Funknetzes bei der Nutzung des RMS von einem beliebigen
Standort aus mit einem standardmäßigen Browser jederzeit
den ordnungsgemäßen Betrieb des Netzes überprüfen
und sicherstellen. In kürzester Zeit kann er über
das Netz Diagnosen stellen und Fehler beheben. Probleme werden
frühzeitig erkannt, bevor sie den Betrieb beeinträchtigen.
Die Arbeit kann damit bis zu 60 Prozent effektiver werden. Und
der Betreiber eines Funknetzes kann auf die kostspielige und
zeitaufwändige Alternative verzichten, ein Service-Fahrzeug
zu einer weit entfernten Basisstation zu schicken.
Die DMC-Architektur
Die DMC-Architektur ist eine Plattform, die es ermöglicht,
Messmöglichkeiten nach Industriestandard netzwerkweit bereitzustellen.
Für Testingenieure und -techniker ist
die DMC-Architektur ein neues Verfahren zum Sammeln und Analysieren
von Messdaten. Herkömmliche Messeinrichtungen hängen
grundsätzlich von Eingaben ab, die durch Menschen (oder
manchmal durch Computer) gemacht wurden, die ihnen sagen, was
und wie oft gemessen werden soll. Beim DMC-Ansatz gibt es stattdessen
"gesichtslose" Prüfsensoren, das heißt,
Messgeräte ohne Eingabegeräte wie Tastaturen. Diese
Prüfsensoren übernehmen die Aufgaben der herkömmlichen
Messeinrichtungen und sammeln wichtige Messdaten.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Messgeräten
sind die Prüfsensoren ständig "eingeschaltet"
und sammeln und verarbeiten Messdaten aktiv, anstatt erst auf
entsprechende Anweisungen von einem Bediener zu warten. Um die
Systemleistung zu verbessern und die Netzressourcen nicht unnötig
zu belasten, durchlaufen die Rohmesswerte zunächst im Prüfsensor
selbst eine umfangreiche, aufgabenspezifische Verarbeitung.
Die so gewonnenen höherwertigen Daten werden dann an zentrale
Server weitergeleitet. Diese sammeln die höherwertigen
Daten von allen im System vorhandenen Prüfsensoren, verarbeiten
und analysieren sie, speichern die Informationen in Datenbanken,
stellen Berichte darüber zusammen und geben beim Erkennen
von Problemen Störungsmeldungen ab. Außerdem werden
Übersichtsinformationen und Störungsmeldungen an das
OSS-System weitergegeben, das das gesamte Netz verwaltet.
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